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Mai 18 2011

Frauen können ja mal aus dem Rahmen fallen…

Autor: Ludger Brenner. Abgelegt unter Allgemein,Hannover gewinnt!

Andere Ansichten

Und das haben sie getan – gleich mehrere. Um genau zu sein, waren es fünf Initiatorinnen, die es so richtig haben krachen lassen. Gemeinsam mit zahlreichen (überwiegend weiblichen) Gästen durfte ich einer Veranstaltung beiwohnen, die ihresgleichen sucht. Es war die Eröffnungsveranstaltung der Kooperationsgemeinschaft FRAME. Der englische Begriff, welcher häufig mit “Rahmen” oder “Gestell” übersetzt wird, steht hier als Kürzel für FRAuen in MEdien. Man könnte auch sagen, dass die Gründerinnen dieses Netzwerkes weiblicher Kompetenz, bewusst DEN Rahmen wählten, um diesen möglichst häufig zu sprengen. Was jedoch ist FRAME? Was steckt dahinter?

Die jüngsten Zahlen belegen einen Zustand, der zwar gemeinhin bekannt ist, jedoch scheinbar immer nur fragmentarisch oder am Rande in das Bewusstsein der hiesigen Gesellschaft rückt: Die Geschäftswelt wie auch die Politik sind überwiegend männlich dominiert. Das mag aus Sicht der Männer eine recht angenehme Situation sein. Doch wie steht es dann um eine der wesentlichen Forderungen, eine Gesellschaft zu schaffen, die darauf ausgelegt ist, Chancengleichheit zu gewährleisten? Wenn es uns schon nicht gelingt, Frauen in ihrer Lebensführung und damit auch in ihrer Karriere zu unterstützen, wie können wir dann über Gleichberechtigung in Bildung, Integration oder einer Gleichstellung körperlich behinderter Menschen diskutieren?
Diese Frage berührt eben alle Bereiche der Gleichberechtigung.

Das schon fast gebetsmühlenartige wiederholte Ansinnen, Frauen beispielsweise vermehrt in Führungsetagen von Unternehmen das Zepter schwingen zu lassen, geht im alljährlichen Gedenktags-Turnus unter wie der Christopher Street Day oder der Muttertag.
Die Realität sieht gegenwärtig nun einmal anders aus: 78% der deutschen Führungsebenen sind männlich dominiert, lediglich 9% der Unternehmen gaben in einer Befragung an, dass Frauen die entscheidenden Positionen bekleiden. (Quelle: Monster Worldwide Deutschland GmbH, Umfrage 2010) Und das, obgleich der unermüdlichen Bemühungen einer Betty Friedan oder Alice Schwarzer. Da ist die Frage nach der Gleichberechtigung (wie auch immer sie gestaltet werden kann?) mehr als berechtigt. Fraglich ist auch, ob eine Frauenquote hier Abhilfe schaffen kann?

Stefani Rauh, Sara Croé, Marion Hollatz, Ilona Weirich, Ulrike Berlenbach (v. li)

Einen ganz anderen Ansatz gehen da eben die FRAMERinnen. Offensiv gehen Sie die Herausforderung an, führen ihre unterschiedlichen Expertisen zusammen, bieten an, helfen einander und machen durch das Schaffen von Mehrwerten auf sich aufmerksam. Und das, ohne auf gesellschaftliche Missstände zu verweisen.
Zwar ist der Gedanke, sich in Interessengemeinschaften zu organisieren nicht neu, doch die Art und Weise der Zusammensetzung und das Vorgehen an sich ist schon imponierend.

Die Gründerinnen Marion M. Hollatz (Journalistin), Ilona Weirich (Psycho-Physiognomin, Sarah Croé (Psychotherapeutische Heilpraktikerin), Ulrike Berlenbach (Social Media Expertin) und Stefani Rauh (Finanzexpertin) haben FRAME als ein Netzwerk geschaffen, das den ganzheitlichen Blick auf Familie, Beruf, Karriere und Fortbildung ermöglichen soll. Das Rezept hierzu lautet: Man nehme ausgewiesene Expertinnen aus der Kommunikationsbranche (s. o.) und zwar aus allen Bereichen. Dazu gehören eben auch Medientraining, Verkaufspsychologie, Persönlichkeitsentwicklung und Systemisches Coaching. Im Weiteren entwickle man ein entsprechendes Angebot in Beratung, Fortbildung und Marketing, würze das Gericht mit der Mischung von Frauen für Frauen und schaffe damit ein effizientes Podium. FRAME möchte mehr Rednerinnen in die Öffentlichkeit bringen und damit die fehlende Medienpräsenz ausgleichen. Es soll ein ganzheitliches Netzwerk entstehen, in welchem die Expertin, Geschäftsführerin, Visionärin, Wissenschaftlerin, Politikerin, Künstlerin oder Moderatorin jederfrau zur Seite steht.

Ohne Worte

Dass das mehr als eine Vision ist, zeigten die Damen von FRAME dann auch bei der Auftaktveranstaltung, am 12.05.2011 in den Räumen der COMRAMO IT-Holding AG, Hannover. Getreu dem Motto “Wie es uns gefällt – Mit Authentizität und Persönlichkeit zu mehr Erfolg und Freude im Business”, gab man sich ideenreich,  lösungsorientiert und inspirierend für die Aufgabenstellungen des (weiblichen) Unternehmertums.  Zahlreiche Vorträge gaben Einblick in eine mögliche Arbeitswelt, den individuellen Persönlichkeiten des Menschen, eigene Kreativität zu entdecken und zu leben oder das Unternehmensmarketing filmisch darzustellen. Zudem gab Frau Dr. Sabine Johannsen einen persönlichen Einblick in ihre Biographie und ihren Weg zur Vorsitzenden der N-Bank. Eine Modenshow zeigte, wie kreativ die Damenwelt agieren kann und persönliche Gespräche gaben Raum sich kennenzulernen. Die Atmosphäre war ungezwungen, jedoch hatten die Teilnehmerinnen auch immer die Möglichkeit, tiefergehende Kontakte zu knüpfen.

Dr. Sabine Johannsen

Fazit: Ich habe selten einer Veranstaltung beiwohnen dürfen, die gleichermaßen Fragen aufgeworfen, Antworten gegeben und visionäre Ausblicke vermittelt hat. An dieser Stelle sei den Initiatorinnen von FRAME herzlichen Dank gesagt und die Kraft gewünscht, dieses Netzwerk weiter zu beleben wie auch auszubauen. Bitte liebe Frauen, fallt öfters aus dem Rahmen. Danke.

 

 

 

 

 

 

 

Quellen:

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Bildquelle:

  • Ludger Brenner

 

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Ein Kommentar

Ein Kommentar to “Frauen können ja mal aus dem Rahmen fallen…”

  1. [...] mit dem noch jungen Netzwerk “Frauen in Medien”. Die PR>Indianer waren bei der Auftaktveranstaltung in Hannover dabei und konnten sich schon bei dieser Gelegenheit von diesem ungewöhnlichen Netzwerk überzeugen. Nur [...]

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