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Nov 17 2010

Mein Schwein pfeift – Eine PR>Indianer Buchempfehlung!

Autor: Ludger Brenner. Abgelegt unter Buch[EIN]druck

Mein Schwein pfeift

Wer schon einmal einen der Nannen-Krimis zwischen den Fingern hatte, weiß wovon ich hier spreche: Ich durfte am gestrigen Abend Nannen Vier in Empfang nehmen. Und wie es eigentlich zu erwarten war, konnte ich “Mein Schwein pfeift” nicht mehr aus den Händen legen. Ich hätte es ja noch von den vorherigen Bänden in Erinnerung haben müssen.

Michael Bresser und Martin Springenberg ist es wieder einmal gelungen, eine kriminologische Realsatire über das Leben auf dem Lande, verbunden mit nie enden wollenden Sprachwitz und einer gesunden Portion Selbstironie zu verfassen, die einfach gesagt, pures Lesevergnügen bereitet.

Kurz zum Inhalt:Der Dülmener FC goes Charity: Zugunsten krebskranker Kinder veranstaltet der Dülmener FC ein Benefizspiel. Klar, dass dafür die gesamt Dülmener Dorfprominenz aktiviert wird. Auch Privatdetektiv Dieter Nannen, der sich aufgrund zahlreicher erfolgreicher Ermittlungen einen Namen gemacht hat, wird gebeten, die Fussballschuhe zu schnüren. Und irgendwie scheint Nannen Mordfälle wie magisch an sich zu ziehen. Nach Spielende bittet Star-Kicker Angelo Küppers Nannen um eine Unterredung und hat ihm eine wichtige Mitteilung zu machen. Doch um was geht, kann Küppers nicht mehr sagen: Er wird zuvor vor Nannens Augen erschossen.
Vereinschef und Seifenfabrikant Fritz Schlemmbach bittet Nannen, sofort mit den Ermittlungen zu starten. Wer wohl hinter dem Mord steckt? Etwa die russische Wett-Mafia? Oder aber Vereinschef Fritz Schlemmbach, in dessen Seifenfirma Einiges nicht zum Besten zu stehen scheint?

Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. :)

Auch in diesem Münsterlandkrimi geht es weniger um den Mord, um dessen Aufklärung sich Privatdetektiv Dieter Nannen mit selbstmörderischer Hingabe widmet als vielmehr um das vielschichtige Beziehungsgeflecht, der mit dem Fall in Verbindung stehenden Personen. In lebhafter und unglaublich witziger Sprache zeichnen die beiden Autoren ein Bild der Dülmener Dorfgemeinschaft, wie es ironischer kaum sein könnte. Lebhaft kann sich der Leser – geführt durch die plastische Sprache Bressers und Springenbergs – die dargestellten Erlebnisse vor Augen führen und mag sich manches Mal dabei ertappt fühlen, dass er den ein oder anderen Charakter selbst schonmal begegnet sein könnte (ganz gleich, ob auf dem Land oder in einer Stadt). Und immer wieder bekommt man das angenehme Gefühl vermittelt, dass das Leben nicht nur einem selbst mal vor Aufgaben stellt, die zunächst ungünstig erscheinen, um dann zu merken, dass genau diese im Kontext des Ganzen immer wieder einen Sinn ergeben.

Für kurzweilige Lesestunden, wann und wo auch immer, ist dieser Nannen-Krimi in jedem Fall zu empfehlen.

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