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Jan 14 2010

Social Media statt SuperBowl

Autor: Ludger Brenner. Abgelegt unter Social Media

Da tut sich was...

2009 wird von vielen Bloggerkollegen als das Jahr des Durchbruchs der Sozialen Medien bezeichnet. Twitter, Facebook und Co. sind in fast aller Munde und allmählich verstehen es auch die ersten Unternehmen, sinnvoll mit den neuen Möglichkeiten umzugehen. Gerade die niedrigen Hürden, wie geringe Produktionskosten und -prozesse, die unaufwendige Veröffentlichung und Verbreitung in den verschienden Kanälen oder die einfache Zugänglichkeit der Tools zogen eine Stagnation in der Nutzung klassischer Medien nach sich.

In seinem Blog “Indiskretion Ehrensache” berichtet Thomas Knüwer von einer neuen Dimension der Social-Media-Anwendung , welche der Getränkekonzern Pepsi vorbereitet hat. Neue Dimension deswegen, weil bei Erfolg der Kampagne diese durchaus Nachahmungspotential enthält, was sich nachhaltig z. B. auf das Sportsponsoring auswirken könnte. Und ebenfalls neu, weil der Gedanke des “Mitmachwebs” konsequent umgesetzt worden ist, was für ein potenziertes Empfehlungsmarketing sorgen dürfte.

Unter dem Titel “The Pepsi Refresh Project” lanciert der Brauseproduzent eine soziale Kampagne, deren Topf mit einer Summe von 20 Millionen Dollar gefüllt ist und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke bestimmt ist.  “Kann eine Limonade die Welt verbessern?” lautet die einleitende Frage, bevor PepsiCo, Inc. dazu einlädt eigene soziale Vorhaben vorzustellen und diese über ein  öffentliches Abstimmungsverfahren, je nach Beliebtheit, mit entsprechenden Zuwendungen versieht. Schon alleine durch die Einbindung zweier Zielgruppen, die der Hilfesuchenden und die der Abstimmenden ist ein entscheidender Aufmerksamkeitsvorschub generiert worden. Doch der Gertränkehersteller geht noch einen Schritt weiter. Denn:

Woher kommt eigentlich das Geld? Die Antwort: Pepsi verschiebt seine Marketing-Etats. Der Konzern verzichtet auf die Schaltung von Werbespots beim SuperBowl – dem Endspiel des American-Football. Thomas Knüwer schreibt zu Recht: ” [...]  – und das ist eine Sensation.”

An diesem Tag schaut praktisch die gesamte amerikanische Bevölkerung Fernsehen und somit sind die Werbeblöcke entsprechend teuer. Diese sind deswegen so kostbar, weil der SuperBowl ein nationales Ereignis ist, an welchem Familie, Freunde und Nachbarn gemeinsam feiern und mit ihrer Mannschaft um den Sieg bangen. Umso ärger könnte es das Sportsponsring treffen, wenn die Pepsi-Aktion ausreichend Aufmerksamkeit auf sich zieht. Denn dann steht die berechtigte Frage im Raum, ob es weiterhin Sinn macht, den (Breiten-) Sport mit solch immensen Mitteln zu unterstützen, wenn man mit geringerem Aufwand eine größere Kontaktzahl erhält und dabei auch noch sozialen Projekten unter die Arme greifen kann.

Es bleibt festzuhalten: Wir wissen nicht, ob eine Limonade die Welt verbessern kann. Sicher scheint jedoch die Erkenntnis, dass  Social Media nicht nur den klassischen Medien zu Veränderungen verhilft, sondern auch bei den Marketingetats die Karten zu Gunsten sozialer Projekte neu gemischt werden.

Quellen:

  • Hotmail
  • LinkedIn
  • MySpace
  • Yahoo Bookmarks
  • TypePad Post
  • Blogger Post
  • Twitter
  • Technorati Favorites
  • Facebook
  • FriendFeed
  • Share/Bookmark

Ein Kommentar

Ein Kommentar to “Social Media statt SuperBowl”

  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Ludger Brenner, Ludger Brenner erwähnt. Ludger Brenner sagte: Neuer Blogbeitrag der PR>Indianer "Social Media statt SuperBowl" http://www.pr-indianer.de/?p=663 [...]

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