Die PR>Indianer http://www.pr-indianer.de Auf den Pfaden der Kommunikation Thu, 15 Dec 2011 13:01:38 +0000 en hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.1.3 Mein Kind geht zum Coaching - Mit Potenzialtraining Kindern und Jugendlichen ein erfolgreiches Leben ermöglichen http://www.pr-indianer.de/?p=994 http://www.pr-indianer.de/?p=994#comments Thu, 15 Dec 2011 13:01:38 +0000 Ludger Brenner http://www.pr-indianer.de/?p=994 Mit Potenzialtraining Kindern und Jugendlichen ein erfolgreiches Leben ermöglichen

Institut für Potenzial-Entfaltung

Um Kindern und Jugendlichen beste Chancen im schulischen und privaten Alltag zu offerieren, haben Eltern oft die Qual der Wahl. Zahlreiche Nachhilfeangebote ergänzen schulische Leistungen. Und doch pauken die Jüngsten nicht selten bis in die Abendstunden, um Lerninhalte zu verinnerlichen.

Die Fernsehsender rbb und arte befassen sich nun in jeweils eigenen Berichterstattungen mit dem sogenannten Kinder- und Jugendcoaching. Durch Nutzung eines breiten Methodenportfolios, welches beispielsweise im Spitzensport oder auch den künstlerischen Disziplinen Anwendung findet, ist es offensichtlich möglich, persönliche Blockaden abzubauen und schulische Leistungen zu verbessern.
Federführend hierbei ist das Institut für Potenzialentfaltung aus Ibbenbüren, dessen Leiter Daniel Paasch nicht nur diese Techniken anwendet und eine auf die Zielgruppen spezialisierte Auswahl selbst entwickelt hat, sondern darüber hinaus sein Wissen in Ausbildungen für angehende Trainer zur Verfügung stellt.

Kinder sind immer ein beliebtes Thema in den Medien und der Politik. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Vielfach wird das Bildungssystem beklagt …… oder auf den Fachkräftemangel hingewiesen. In regelmäßigen Abständen erfahren Interessierte, wie Deutschland in der PISA-Studie im Vergleich zu anderen europäischen Ländern abschneidet oder wie Politiker Bildungsreformen einfordern. Doch bei all den Meldungen rund um das Thema Schule und Bildung, scheint der Eindruck zu entstehen, dass sich offensichtlich nicht wirklich etwas zum Wohle der jungen Menschen tut. Und in der Tat boomt der private Nachhilfemarkt. Nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung aus 2010, investieren Eltern zwischen 942 Millionen und 1,5 Milliarden Euro jährlich, um ihre Sprösslinge zu fördern. Eltern wie Kinder wissen, dass es kaum bei wenigen Nachhilfestunden bleibt und ein möglicher Erfolg sich auch dann nur mit erhöhtem Lerneinsatz einstellen kann. Da ist die Frage berechtigt, ob hinter mangelnden schulischen Leistungen lediglich ein Defizit an Wissen besteht? Oder ist des Pudels Kern woanders zu suchen?

Wenn Kinder und Jugendliche es nicht schaffen, ihren Verpflichtungen für Schule und Ausbildung nachzukommen, stecken häufig tiefere Sorgen hinter dieser äußerlichen wie folgenschweren Tatsache einer schlechten Bewertung. Lernschwierigkeiten, Blackouts bei Prüfungen, Angst vor dem Schulweg oder der Klassenfahrt sind keine Zeichen von mangelnder Intelligenz oder fehlender persönlicher Stärke. Vielmehr sind dies Phänomene, von der inzwischen mehr Schüler betroffen sind, als gemeinhin angenommen wird. Gründe hierfür sind reichlich vorhanden.

Überfüllte Schulklassen und Hörsäle fördern das Klima der Anonymität. Der Einzelne kann von den Lehrkräften kaum mehr individuell betreut und gefördert werden. Medienkonsum und die heutige Informationsgesellschaft fordern von allen Menschen eine besondere Aufnahmefähigkeit ab. Umso mehr müssen dies Schüler, deren Gehirn und damit die Wahrnehmung nicht ausgereift sind, vollziehen. Eine Überlastung ist nahezu vorprogrammiert. Eltern wie Lehrer sind vielfach mit der Situation überfordert. Zwischen schulischen Anforderungen und häuslicher Wahrnehmung liegen nicht allzu selten Welten. Und obgleich beide Parteien das Beste für das Kind wollen, ist es meist schwierig die persönlichen Bedürfnisse nachhaltig wie wirkungsvoll zu befriedigen.

Hier setzen die Techniken des Instituts für Potentialentfaltung (IPE) an. Es geht nicht darum, mit Kindern fehlende Lehrinhalte zu pauken, sondern ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, die ihnen helfen, effektiv und mit Spaß am Lernen bei der Sache zu bleiben. Denn Neurowissenschaftler haben festgestellt, dass das Gehirn weitaus mehr verarbeiten und speichern kann, wenn der Lernende sich in einer freudigen Verfassung befindet. Paasch und die Coaches des IPE wenden Techniken an, die das Gehirn in vielfältiger Weise stimulieren. Was sich zunächst etwas ungewöhnlich anhören mag, macht auf den zweiten Blick durchaus Sinn. Immer wenn Menschen Höchstleistungen vollbringen, gelingen diese einfacher, wenn die Vorhaben imaginativ in Ablauf und Durchführung durchgespielt werden. Schon seit Jahren wird dies beispielsweise im Spitzensport angewandt.

Blockaden vor einer Prüfung können alle vorher getätigten Lernbemühungen zunichtemachen. Sich der eigentlichen Situation bewusst werden und damit dem zu Grunde liegenden Phänomen zu stellen, ist eine weitere Methode des IPE. Der Schüler lernt, sich ganz bewusst einer Aufgabe zu stellen. In wenigen Schritten, gelingt es ihm, diese unter persönlichen Zielvorgaben zu lösen und für die weitere Zukunft für immer „im Griff“ zu haben.
Das Thema Mobbing ist inzwischen längst im schulischen Alltag angekommen. Dies beweist traurigerweise ein Video auf YouTube, welches inzwischen millionenfach angesehen worden ist. Ein Vierzehnjähriger wird in der Schule regelrecht angefeindet. Er macht seinen Qualen Luft, indem er statt des gesprochenen Wortes, Karten vor die Kamera hält, auf denen die Verleumdungen geschrieben stehen. Dabei laufen ihm die Tränen über die Wangen. Auch wenn dies sicherlich ein Extremfall sein mag, so müssen sich Schüler häufig vergleichbaren Situationen stellen. Und sofern keine Hilfe von außen in Sicht ist, führen Diffamierungen zu Blockaden, die sich auch auf die schulischen Leistungen auswirken können. Diese und weitere innerliche Hemmschwellen wieder abzubauen, können gleichfalls durch gezielte Methoden des Potenzialtrainings erreicht werden.

Persönliche Stärken entfalten und trainieren ist das Anliegen, welches Daniel Paasch gemeinsam mit seinen Kollegen verfolgt. Anders als bei einer Nachhilfe, werden Schüler und Studenten in die Lage versetzt, eigene Schwächen in sich selbst zu erkennen und zu definieren. In weiteren Schritten werden die individuellen Techniken vermittelt, die in der täglichen Anwendung einfach und unkompliziert sind. Der Erfolg gibt den Trainern Recht. Nach nur wenigen Einheiten, gehen die jungen Menschen einen Weg, der es ihnen erlaubt Lücken aufzuarbeiten und zeitgleich aktuelle Lernziele zu verfolgen.

Aufstellungsarbeit und Mentaltraining, bilaterale Hemisphären Stimulation, kinästhetische sowie auditive Blockadenlösung oder Image Streaming Techniken u. a. sind die Bezeichnungen für die Methoden, welche im Kinder- und Jugendcoaching zur Anwendung kommen. Um diese und deren Wirkweisen näher zu ergründen, filmten die TV-Sender arte und der rbb Paasch bei seiner Arbeit. arte wird am 18-Dezember 2011, um17:20 Uhr innerhalb der Sendereihe „Yourope“ einen allgemeinen Bericht ausstrahlen. Unter dem Titel „Überforderte Kinder – verlorene Kindheit?“ beschäftigt sich der Sender mit dem Leistungsdruck, welchem sich Kinder häufig gegenübersehen.
Der rbb vertieft in einer eigenen Sendung die Möglichkeiten, welche durch das Potenzialtraining zur Verfügung stehen. Der Sendetermin soll im Januar 2012 sein.

Weitere Informationen: www.Potenzial-Training.de

 

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In der Stadt der tierischen Musikanten… http://www.pr-indianer.de/?p=962 http://www.pr-indianer.de/?p=962#comments Thu, 16 Jun 2011 08:54:24 +0000 Ludger Brenner http://www.pr-indianer.de/?p=962

… werden Sie am Mittwoch und Donnerstag (22.06. -23.06.2011) möglicherweise auch auf den ein oder anderen entsprechenden Beitrag stoßen. Vielmehr jedoch stehen diese Tage in Bremen unter den Vorzeichen einer der bedeutensten regionalen Branchentreffs der mittelständischen Wirtschaft.
Die b2d-Messe (business to dialog) wird in diesen Tagen auf der Messe Bremen zu Gast sein. Unter dem Motto “Business Life 2011″ sollen die neuesten Entwicklungen und Informationen rund um das Thema “Social Media in Unternehmen” einen Schwerpunkt der branchenübergreifenden Fachmesse finden.

So weit, so gut – Social Media bewegt Unternehmen, welcher Größe auch immer, mehr und mehr. Nach anfänglichen Versuchen namhafter Unternehmen, sich mit den neuen Optionen anzufreunden, zahlreichen, nie enden wollenden Diskussionen um Datenschutz und Privatsphäre, kann man nun feststellen, dass Soziale Netzwerke allmählich auch in der täglichen Kommunikation kleiner und mittelständischer Betriebe vermehrt Anwendung finden.

Diesem Trend möchten die Veranstalter entgegenkommen und bereichern die Kontaktplattform b2d mit Fachleuten aus diesen Bereichen. Hier müsste es eigentlich eher heißen:  Bereichern mit FachFRAUEN…
Denn erstmals in der Geschichte der Messe, kooperieren die Macher mit dem noch jungen Netzwerk “Frauen in Medien”. Die PR>Indianer waren bei der Auftaktveranstaltung in Hannover dabei und konnten sich schon bei dieser Gelegenheit von diesem ungewöhnlichen Netzwerk überzeugen. Nur wenige Wochen nach diesem Ereignis machen die Damen wieder von sich Reden und so wundert es aus unserer sicht nicht, dass wir an dieser Stelle einen Blick auf die anstehende Messe in Bremen werfen.

Die Durchsicht des Rahmenprogramms zeigt eine bunte Mischung interessanter Vorträge, die gleichermaßen von Expertinnen und Experten ihres Faches gehalten werden. Dennoch ist in den Vorbereitungen zur Bremerischen b2d-Messe ebenso die deutliche Handschrift des FRAME-Netzwerkes eingeflossen. Die thematischen Schwerpunkte der beiden Tage bilden die Schlagworte „Kommunikation, Selbstmarketing und Allianz-Bildung“ und zwar unter Anwendung der Sozialen Netzwerke. Ich freue mich schon auf interessante Impulse, die sich mir während dieser Tage erschließen werden. Vorträge wie „Improved Face Book Reading“, „Erfolgreiche Social Media Strategien“ oder „Conversion Optimierung“ lassen sicherlich Raum für weitere Überlegungen. Und das Programm hat noch so viel mehr zu bieten.

Sollten Sie nun Lust verspüren, die b2d-Messe in Bremen zu besuchen, so können Sie ganz einfach hier
Freikarten für die Veranstaltung anfordern. Möglicherweise sehen wir uns ja auch persönlich – mich würde es freuen. :)

Weitere Informationen:

 

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Von Zeitfenstern und heißer Schokolade – oder: Das Mittelalter lebt! http://www.pr-indianer.de/?p=953 http://www.pr-indianer.de/?p=953#comments Tue, 14 Jun 2011 14:44:53 +0000 Ute Launert http://www.pr-indianer.de/?p=953 Eine Zeitreise, die ist lustig ...

Eine Zeitreise, die ist lustig ...

Jüngst las ich in einem Buch mit dem Titel Hot Chocolate For The Mystical Soul mehrere Geschichten, deren Verfasser davon berichten, durch eine Art Zeitfenster gegangen zu sein oder zumindest einen Blick hindurch auf längst vergangene Epochen geworfen zu haben. Für jemanden, der von Kindesbeinen an von Star Trek über die Gefahren und Vorzüge von Paralleluniversen aufgeklärt worden ist, sind solche Erkenntnisse nicht wirklich aufsehenerregend – vielmehr ein amüsanter Zeitvertreib. Doch vor Kurzem begab es sich, dass ich mich selbst in einem solchen Fenster wähnte – und zwar, als ich an einem regnerischen Tag in meinem Auto auf einem Parkplatz wartete. Ich blickte auf einen Supermarkt und beobachtete die Menschen, die mit verdrossenen Gesichtern ihre Einkaufswagen durch den Regen schoben. Als mir das langweilig geworden war, richtete ich meine Aufmerksamkeit auf die nahe gelegene KfZ-Werkstatt. Wie beiläufig streifte mein Blick dabei den Rückspiegel meines Wagens und ich glaubte für einen Moment, spiegelverkehrt die Worte Mittelalter gelesen zu haben. Amüsiert drehte ich mich um, denn jetzt wollte ich unbedingt wissen, was es mit dem seltsamen Namen wohl auf sich haben mochte. Ich vermutete eine Lesefehlleistung nach dem Muster OPA-UROPA-EUROPA – welche Silbe hatte ich wohl überlesen? Doch nein. Da stand in großen Lettern: Mittelalterliche Gewand-Schneiderey.
Meine Neugierde war geweckt, und wie es sich für einen waschechten PR-Indianer gehört, war es dann nur noch eine Frage der Zeit, bis ich mit der Inhaberin und Gewandmeisterin Ute Benne ein Interview führte. Natürlich nicht, ohne mich zuvor eingehend mit den wundervollen Gewändern in ihrem Ladengeschäft, in welchem sich gleichzeitig auch die Schneiderei befindet, vertraut gemacht zu haben. Ich durfte sogar in eines der Prunkgewänder schlüpfen und kann nur so viel verraten: Es ist tatsächlich so ein Gefühl wie in dem Kinofilm Plötzlich Prinzessin – und unbedingt empfehlenswert!

 

1. PR-Indianer: Frau Benne, Sie sind Inhaberin und Gewandmeisterin der Mittelalter-Schneiderei in Goslar. Seit wie vielen Jahren üben Sie diese Tätigkeit aus?
Ute Benne: Angefangen habe ich vor etwa sieben Jahren mit dem Verkauf von mittelalterlichen Gewändern auf einer bekannten Internetauktionsplattform.

2. PR-Indianer: Beschreiben Sie doch kurz einmal die Produktpalette, die Sie anbieten.
Ute Benne: Wir bieten maßgeschneiderte Kleider für Damen und Mädchen, Gewandungen für Herren und Jungen an. Ergänzend dazu finden Sie bei uns auch Zubehör wie Hemden, Hosen und Gürtel.

3. PR-Indianer: Was ist das Besondere an den Gewändern, die man bei Ihnen kaufen kann?
Ute Benne: Uns kann keine Sondergröße schrecken – egal, ob jemand sehr zierlich oder eher kräftig gebaut ist. Besonders große Frauen lassen sich gern bei uns einkleiden. Darüber hinaus legen wir besonderen Wert darauf, die Gewandungen von Partnern bzw. Festgemeinschaften aufeinander abzustimmen, sodass ein schönes, einheitliches Ganzes entsteht.

4. PR-Indianer: Aus welchen Materialien bestehen die von Ihnen geschneiderten Gewänder hauptsächlich?
Ute Benne: Wir verarbeiten Baumwolle und Leinen, sowie – besonders für Karnevalskostüme – Mischgewebe und Polyesterstoffe.

5. PR-Indianer: Was sollte man gelernt bzw. studiert haben, um Gewandschneiderin werden zu können?
Ute Benne: Voraussetzung für diesen Beruf ist eine Lehre als Schneiderin – bei mir war es die Ausbildung zur Herrenmaßschneiderin. Nach der Lehre habe ich Modedesign und Schnittkonstruktion studiert und viele Jahre in diesem Beruf gearbeitet.

6. PR-Indianer: Woher nehmen Sie die Inspirationen für Ihre Traumgewänder?
Ute Benne: Hauptsächlich aus Kostümkundebüchern, aber auch aus Märchen- bzw. historischen Filmen. Alte Gemälde sind ebenfalls eine Quelle der Inspiration für mich.

7. PR-Indianer: Haben Sie einen liebsten Mittelalterroman und/oder Mittelalterfilm?
Ute Benne: Mein liebster Mittelalterroman ist „Die Säulen der Erde“, mein liebster Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

8. PR-Indianer: Was gibt es Interessantes über Ihre Studienzeit berichten?
Ute Benne: Das war eine sehr kreative Zeit – logisch bei dieser Studienrichtung. Aber wichtig war vor allem, diese kreativen Ideen so umzusetzen, dass sie auch produziert werden können.
Schon beim „Erspinnen“ der Idee muss man überlegen, ob sie schnitt- und materialtechnisch durchführbar ist – wie fällt ein Stoff, wo kommen Verschlüsse, Abnäher usw. hin, wie kann das Teil in großen Größen aussehen, wie verändern sich die Proportionen und so weiter.

9. PR-Indianer: Woher stammt Ihre Begeisterung fürs Mittelalter?
Ute Benne: Das war eher Zufall und hat sich aus der Begeisterung für alte Kräuterheilkunde entwickelt.

10. PR-Indianer: Wie sind Sie darauf gekommen, mittelalterliche Gewänder zu entwerfen und zu schneidern und sie schließlich auch über das Internet zu vertreiben?
Ute Benne: Vor ca. acht Jahren haben meine Schwester und ich auf Mittelaltermärkten Kräuter und Kunsthandwerk verkauft – damals unter dem Namen „Kraut & Leder“, zünftig in einem mittelalterlichen Zelt.
In der Winterpause wollte ich nicht untätig herum sitzen und habe begonnen, Marktbekleidung für uns zu nähen. Einiges davon landete bei besagter Internetauktionsplattform und fand einen so reißenden Absatz, dass sich der Schwerpunkt dann nach und nach dorthin verlagerte. Sehr schnell war dann die Idee geboren, einen Onlineshop aufzubauen.

11. PR-Indianer: Wer sind Ihre Kunden?
Ute Benne: Jeder, der auf Mittelaltermärkte gehen oder entsprechend gewandet heiraten möchte. Außerdem Laienschauspieler, Musikerinnen oder Rollenspieler.

12. PR-Indianer: Sie schneidern neben Hochzeitsgewandungen unter anderem ja auch Kostüme für Schauspielhäuser. Für welche haben Sie das schon getan? Haben Sie schon einmal eine Aufführung gesehen, in der von Ihnen gefertigte Gewänder getragen worden sind?
Ute Benne: Wir haben außer für diverse Laienspielgruppen – unter anderem auch für „Dinnerkrimi“ – gefertigt. Das ist eine Theatergruppe, die landesweit auftritt. Leider habe ich meine Kostüme noch nicht während eines Auftritts erleben können, werde das aber bestimmt noch nachholen.

13. PR-Indianer: Wie erklären Sie sich die wachsende Begeisterung für das Mittelalter? Warum erfreuen sich mittelalterliche Märkte, Musikgruppen und Kleidungsstücke Ihrer Meinung nach immer größerer Beliebtheit?
Ute Benne: Vielleicht weil immer mehr Menschen sich danach sehnen, der fortwährend schnellerlebigen und technisierteren (was für ein furchtbares Wort) Zeit zu entfliehen. Oder weil sie einfach etwas näher an der Natur sein wollen – wozu Grillen am Feuer, Musizieren beim Fackelschein und dergleichen gehört.

14. PR-Indianer: Apropos Musik – stimmt es, dass Sie mit einer englischen Musikgruppe kooperieren, die sich auf mittelalterliche Musik spezialisiert hat?
Ute Benne: Ja, diese Gruppe heißt PIVA und führt mittelalterliche – genauer gesagt: Renaissance-Musik – auf. Die Musiker bauen sogar nach historischen Vorlagen ihre Instrumente selbst.

15. PR-Indianer: Wie sind Sie aufeinander aufmerksam geworden? Kennen Sie die Musiker persönlich?
Ute Benne: Inzwischen kennen wir die Musiker persönlich – nachdem uns ein mittelalterbegeisterter Herr aus Osterwieck miteinander bekannt gemacht hat. Dieser organisiert zahlreiche Veranstaltungen in dieser Richtung, besonders hier in unserer Region.

16. PR-Indianer: Sind die Gewänder aus Ihrem Haus frei entworfen oder an historische Vorlagen angelehnt?
Ute Benne: Sowohl als auch – besonders Fantasyromane wie „Der Herr der Ringe“ haben bei vielen Schnitten Pate gestanden.

17. PR-Indianer: Was für Stoffe hat man im Mittelalter für Gewänder verwendet? Was für Farben? Was für Schnitte?
Ute Benne: Im Mittelalter wurde hauptsächlich Leinen verwendet, für wohlhabene Herrschaften auch Seide und Brokat, speziell aus dem Orient.
Gedeckte Farben wurden vom einfachen Volk getragen. Die auffälligen – und schwer herzustellenden – kräftigen Farben blieben dem Adel und der Kirche vorbehalten.

18. PR-Indianer: Hatten Sie in Ihrer Kindheit Berührungspunkte mit dem Mittelalter?
Ute Benne: Grimms Märchen haben mich immer sehr beeindruckt, von daher denke ich, diese Frage mit Ja beantworten zu können, wenn man bedenkt, wie viele historische Erzählmotive sich in diesem Erzählgut verbergen.

19. PR-Indianer: Gibt es eine Geschichte eines Helden/einer Heldin, die Sie schon immer besonders berührt hat?
Ute Benne: Besonders durchsetzungsstarke Frauen haben mich schon immer fasziniert – Frauen, die sich nicht um gesellschaftliche Vorgaben kümmern und sich darüber hinwegsetzen. Die Geschichte der Päpstin finde ich beispielsweise überaus spannend.

20. PR-Indianer: Haben Sie als Kind manchmal davon geträumt, wie eine Prinzessin gekleidet zu sein?
Ute Benne: Nein, gar nicht :-)

21. PR-Indianer: Haben Sie ein liebstes mittelalterliches Gericht?
Ute Benne: Antwort: Mir fällt spontan ein leckeres Essen ein, das ich in einem entsprechendem Restaurant gegessen habe: Spätzle mit eine Soße, die mit Honig und Malzbier gewürzt war – dazu Gemüse und ein Becher Met. Lecker!

22. PR-Indianer: Wie seht Ihre Familie zu Ihrer Leidenschaft für das Mittelalter?
Ute Benne: Teilweise arbeitet sie mit – mein Mann ist für den Onlineshop zuständig. Und alle anderen wundern sich darüber, wie weit diese Leidenschaft verbreitet ist.

23. PR-Indianer: Wenn Sie die Wahl hätten, würden Sie dem Mittelalter gerne einen längeren Besuch abstatten? Falls ja, wann und wo und mit wem würden Sie sich gerne unterhalten?
Ute Benne: Da ich gerade das Buch „Ein Yankee an König Artus´ Hof“ von Mark Twain lese, denke ich darüber lieber nicht ernsthaft nach ;-) Ich würde wahrscheinlich auch versuchen, jede Menge Neuerungen einzuführen.

24. PR-Indianer: Sie stellen ja auch mittelalterliche Gewandungen her, die als Kombipartner durchaus alltagstauglich sind. Würden Sie sagen, das Mittelalter sei “jeansfähig” geworden?
Ute Benne: Kann man so sagen. Speziell lange Mäntel mit Elfenärmeln und langer Zipfelkapuze sind inzwischen vollkommen alltagstauglich.

25. PR-Indianer: Frauen haben lange erbittert um das Privileg streiten müssen, Hosen tragen zu dürfen – denken wir nur an die eigenwillige französische Schriftstellerin George Sand. Was macht Ihrer Meinung den Reiz für Frauen aus, in üppigen Stoffen schwelgen und sich selbst in einem erlesenem Kleid bewundern zu dürfen?
Ute Benne: Vielleicht wirklich der Wunsch, einmal im Leben eine Prinzessin zu sein?

26. PR-Indianer: Wovon träumen Sie?
Ute Benne: Ich habe viele Träume – die haben aber nix mit dem Mittelalter zu tun ;-)

PR-Indianer: Liebe Frau Benne, wir bedanken uns für dieses interessante Interview und wünschen Ihnen – ganz in indianischer Manier, versteht sich – neben einer Weisheit der Hopi weiterhin viel Erfolg und Freude mit Ihrem wunderbaren Handwerk: “Alles was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form.”

Wer jetzt Lust bekommen hat auf die mittelalterlichen Traumgewänder, erfährt mehr unter http://www.larpschneiderey.de oder http://www.mittelalter-schneiderei.de. Unter der Rubrik Kostümkunde findet sich allerhand Wissenswertes zur Bekleidung von 1100 bis 1500. Übrigens: Auch das Fernsehen aufmerksam geworden auf diesen außergewöhnlichen Handwerksbetrieb in der Kaiserstadt am Randharz. So besuchte Anfang dieses Jahres das Team von DAS!reist die mittelalterliche Gewandschneiderei und hatte offensichtlich sehr viel Spaß bei den Dreharbeiten – wie Fotos und Film unter http://www.larpschneiderey.de/ndr.php eindeutig belegen! Wer also Goslar einen Besuch abstattet und glaubt, einem der eingangs erwähnten Zeitfenster auf die Spur gekommen zu sein, der steht möglicherweise vor den Schaufenstern der Mittelalterschneiderei von Ute Benne …
[Nachtrag: In Frau Bennes Familie scheint die Liebe zu historischen Gewandungen übrigens schon immer ein Thema gewesen zu sein. Die obige Aufnahme stammt nämlich aus dem Jahr 1900 und zeigt unter anderem einen Ahnen der Gewandmeisterin!]

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Frauen können ja mal aus dem Rahmen fallen… http://www.pr-indianer.de/?p=930 http://www.pr-indianer.de/?p=930#comments Wed, 18 May 2011 11:40:18 +0000 Ludger Brenner http://www.pr-indianer.de/?p=930

Andere Ansichten

Und das haben sie getan – gleich mehrere. Um genau zu sein, waren es fünf Initiatorinnen, die es so richtig haben krachen lassen. Gemeinsam mit zahlreichen (überwiegend weiblichen) Gästen durfte ich einer Veranstaltung beiwohnen, die ihresgleichen sucht. Es war die Eröffnungsveranstaltung der Kooperationsgemeinschaft FRAME. Der englische Begriff, welcher häufig mit “Rahmen” oder “Gestell” übersetzt wird, steht hier als Kürzel für FRAuen in MEdien. Man könnte auch sagen, dass die Gründerinnen dieses Netzwerkes weiblicher Kompetenz, bewusst DEN Rahmen wählten, um diesen möglichst häufig zu sprengen. Was jedoch ist FRAME? Was steckt dahinter?

Die jüngsten Zahlen belegen einen Zustand, der zwar gemeinhin bekannt ist, jedoch scheinbar immer nur fragmentarisch oder am Rande in das Bewusstsein der hiesigen Gesellschaft rückt: Die Geschäftswelt wie auch die Politik sind überwiegend männlich dominiert. Das mag aus Sicht der Männer eine recht angenehme Situation sein. Doch wie steht es dann um eine der wesentlichen Forderungen, eine Gesellschaft zu schaffen, die darauf ausgelegt ist, Chancengleichheit zu gewährleisten? Wenn es uns schon nicht gelingt, Frauen in ihrer Lebensführung und damit auch in ihrer Karriere zu unterstützen, wie können wir dann über Gleichberechtigung in Bildung, Integration oder einer Gleichstellung körperlich behinderter Menschen diskutieren?
Diese Frage berührt eben alle Bereiche der Gleichberechtigung.

Das schon fast gebetsmühlenartige wiederholte Ansinnen, Frauen beispielsweise vermehrt in Führungsetagen von Unternehmen das Zepter schwingen zu lassen, geht im alljährlichen Gedenktags-Turnus unter wie der Christopher Street Day oder der Muttertag.
Die Realität sieht gegenwärtig nun einmal anders aus: 78% der deutschen Führungsebenen sind männlich dominiert, lediglich 9% der Unternehmen gaben in einer Befragung an, dass Frauen die entscheidenden Positionen bekleiden. (Quelle: Monster Worldwide Deutschland GmbH, Umfrage 2010) Und das, obgleich der unermüdlichen Bemühungen einer Betty Friedan oder Alice Schwarzer. Da ist die Frage nach der Gleichberechtigung (wie auch immer sie gestaltet werden kann?) mehr als berechtigt. Fraglich ist auch, ob eine Frauenquote hier Abhilfe schaffen kann?

Stefani Rauh, Sara Croé, Marion Hollatz, Ilona Weirich, Ulrike Berlenbach (v. li)

Einen ganz anderen Ansatz gehen da eben die FRAMERinnen. Offensiv gehen Sie die Herausforderung an, führen ihre unterschiedlichen Expertisen zusammen, bieten an, helfen einander und machen durch das Schaffen von Mehrwerten auf sich aufmerksam. Und das, ohne auf gesellschaftliche Missstände zu verweisen.
Zwar ist der Gedanke, sich in Interessengemeinschaften zu organisieren nicht neu, doch die Art und Weise der Zusammensetzung und das Vorgehen an sich ist schon imponierend.

Die Gründerinnen Marion M. Hollatz (Journalistin), Ilona Weirich (Psycho-Physiognomin, Sarah Croé (Psychotherapeutische Heilpraktikerin), Ulrike Berlenbach (Social Media Expertin) und Stefani Rauh (Finanzexpertin) haben FRAME als ein Netzwerk geschaffen, das den ganzheitlichen Blick auf Familie, Beruf, Karriere und Fortbildung ermöglichen soll. Das Rezept hierzu lautet: Man nehme ausgewiesene Expertinnen aus der Kommunikationsbranche (s. o.) und zwar aus allen Bereichen. Dazu gehören eben auch Medientraining, Verkaufspsychologie, Persönlichkeitsentwicklung und Systemisches Coaching. Im Weiteren entwickle man ein entsprechendes Angebot in Beratung, Fortbildung und Marketing, würze das Gericht mit der Mischung von Frauen für Frauen und schaffe damit ein effizientes Podium. FRAME möchte mehr Rednerinnen in die Öffentlichkeit bringen und damit die fehlende Medienpräsenz ausgleichen. Es soll ein ganzheitliches Netzwerk entstehen, in welchem die Expertin, Geschäftsführerin, Visionärin, Wissenschaftlerin, Politikerin, Künstlerin oder Moderatorin jederfrau zur Seite steht.

Ohne Worte

Dass das mehr als eine Vision ist, zeigten die Damen von FRAME dann auch bei der Auftaktveranstaltung, am 12.05.2011 in den Räumen der COMRAMO IT-Holding AG, Hannover. Getreu dem Motto “Wie es uns gefällt – Mit Authentizität und Persönlichkeit zu mehr Erfolg und Freude im Business”, gab man sich ideenreich,  lösungsorientiert und inspirierend für die Aufgabenstellungen des (weiblichen) Unternehmertums.  Zahlreiche Vorträge gaben Einblick in eine mögliche Arbeitswelt, den individuellen Persönlichkeiten des Menschen, eigene Kreativität zu entdecken und zu leben oder das Unternehmensmarketing filmisch darzustellen. Zudem gab Frau Dr. Sabine Johannsen einen persönlichen Einblick in ihre Biographie und ihren Weg zur Vorsitzenden der N-Bank. Eine Modenshow zeigte, wie kreativ die Damenwelt agieren kann und persönliche Gespräche gaben Raum sich kennenzulernen. Die Atmosphäre war ungezwungen, jedoch hatten die Teilnehmerinnen auch immer die Möglichkeit, tiefergehende Kontakte zu knüpfen.

Dr. Sabine Johannsen

Fazit: Ich habe selten einer Veranstaltung beiwohnen dürfen, die gleichermaßen Fragen aufgeworfen, Antworten gegeben und visionäre Ausblicke vermittelt hat. An dieser Stelle sei den Initiatorinnen von FRAME herzlichen Dank gesagt und die Kraft gewünscht, dieses Netzwerk weiter zu beleben wie auch auszubauen. Bitte liebe Frauen, fallt öfters aus dem Rahmen. Danke.

 

 

 

 

 

 

 

Quellen:

Weitere Artikel im Netz:

Bildquelle:

  • Ludger Brenner

 

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“Stell dir vor, du bist ein Krapfen!” http://www.pr-indianer.de/?p=915 http://www.pr-indianer.de/?p=915#comments Thu, 23 Dec 2010 20:15:06 +0000 Ute Launert http://www.pr-indianer.de/?p=915 Impromptu HypnoseDas versucht zumindest der liebenswürdige Außerirdische Alf in einer Folge der gleichnamigen TV-Serie dem Kater der Familie zu suggerieren, während er ihn mit einem Pendel hypnotisiert. Ich muss gestehen, dass meine Erfahrungen in Bezug auf Hypnose lange Zeit auf diese einprägsame Filmszene beschränkt gewesen waren – doch glücklicherweise durfte ich meinen Horizont erweitern, ohne mich eigens dafür extraterrestrischen Lehrmeistern zuwenden zu müssen.

Auf der diesjährigen b2d-Dialogmesse in Hannover wurde ich Zeugin einer ungewöhnlichen Darbietung: Der Stammeshäuptling der Inokis meldete sich freiwillig zu einem interessanten Experiment, zu dem Axel Wehner und Ilja Grzeskowitz von der Wege Academy in Berlin geladen hatten. Im Rahmen eines Interviews hatte Ilja Grzeskowitz nämlich angeboten, einen Freiwilligen spontan zu hypnotisieren. Unter den erstaunten Blicken der Messebesucher wurde der Hypnotee (derjenige, der sich hypnotisieren lässt, also in diesem Falle der PR-Indianer Ludger Brenner) innerhalb weniger Augenblicke in einen Zustand versetzt, in welchem der Hypnotiseur direkt mit dem Unterbewusstsein in Kontakt tritt – und den Hypnotisierten beispielsweise dazu bringen kann, kurzfristig seinen eigenen Namen zu vergessen, was nicht nur ihn, sondern auch die anwesenden Zuschauer in amüsiertes Erstaunen versetzte.

Diese Kunst, einen Menschen aus dem Stegreif in einen hypnotischen Zustand zu versetzen, nennt man Impromptu Hypnose, die in den USA und Großbritannien bereits sehr verbreitet ist, wohingegen sich im deutschsprachigen Raum bisher nur wenige Hypnotiseure finden, die diese Technik beherrschen.

Im Oktober dieses Jahres erschien von Ilja Grzeskowitz das Buch mit dem Titel “Impromptu Hypnose – Die Kunst, jederzeit und überall hypnotisieren zu können”, und als wissensbegierige PR-Indianerin ließ ich mir die Gelegenheit natürlich nicht entgehen, mich eingehender mit der Materie zu beschäftigen, die mich seit meinem Erlebnis auf der Messe so sehr in ihren Bann gezogen hatte.

Das 213 Seiten umfassende und überaus praxisorientierte Werk ist darauf ausgerichtet, sowohl Hypnoseinteressierte mit Erfahrungen als auch Neulinge auf diesem Gebiet in gut verständlicher Form in die komplexe Thematik einzuarbeiten und zu eigenständigem Arbeiten anzuleiten. In fünf Abschnitten gibt der Autor zunächst einen knappen und strukturierten Einblick in die Begriffsbestimmung sowie unter anderem wichtige Grundlageninformationen zu Bewusstsein und Unterbewusstsein, die selbstredend beim Vorgang der Hypnose eine bedeutende Rolle spielen. Die ausführlichen Übungsanleitungen sind mit zahlreichen Fotografien versehen, welche die vermittelten Inhalte sehr anschaulich werden lassen. Vom Anfang bis zum Ende wird der interessierte Hypnotiseur in spe mit den vielfältigen einleitenden, begleitenden und ausleitenden Prozessen vertraut gemacht und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Thematik und ganz besonders den Menschen, die sich hypnotisieren lassen, angeleitet.

Beeindruckt hat mich besonders die von mir gewonnene Erkenntnis, dass Hypnose keineswegs etwas Erschreckendes mit unerfreulichen Folgen wie in Manns Novelle Mario und der Zauberer ist. Vielmehr handelt es sich dabei um einen natürlichen Zustand – in welchem der Mensch seinen rationalen Verstandesfilter abschaltet und auf Spontaneität setzt – der, verantwortungsvoll angewendet, eine bereichernde Erfahrung sowohl für den Hypnotiseur als auch für seinen Klienten darstellt. Als Science-Fiction-Fan hat mir ganz besonders das Kapitel vom so genannten hypnotischen Blitz gefallen – wer denkt da nicht gleich an Men in Black und das berühmte Blitzdings?!? Natürlich hat das in unserem Falle weniger damit zu tun, Zeugen außerirdischer Aktivitäten das Geschehene vergessen zu machen. Vielmehr versteht man darunter die positiven Suggestionen, die der Hypnotiseur seinem Klienten während der Hypnose mit auf den Weg gibt – die natürlich auch noch danach ihre Wirkung entfalten können.

In jedem Fall bietet das Buch auch dem Laien einen kompakten und praxisorientierten Einblick in die komplexe Welt der Hypnose und positiven Suggestionen, und ich bin wieder einmal davon überzeugt worden, dass die faszinierendsten Dinge nicht unbedingt in den unendlichen Weiten des Universums auf uns warten – sondern ganz nah sind: in uns selbst. Nicht umsonst rät ein geflügeltes indianisches Sprichwort:

“Certain things catch your eye, but pursue only those that capture your heart.”

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Liebe Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene… http://www.pr-indianer.de/?p=905 http://www.pr-indianer.de/?p=905#comments Wed, 01 Dec 2010 23:37:59 +0000 Ludger Brenner http://www.pr-indianer.de/?p=905  

… wir wollten uns gerne mal an Euch wenden, denn wir von den PR>Indianern sehen Eure freie Entwicklung in ernster Gefahr. Nicht, dass Ihr wirklich zur Leserschaft dieses Blogs gehören würdet, aber wir wollen sicher sein, auch diejenigen Zielgruppen zu erreichen, die einmal zu unseren Kunden gehören könnten. Daher nehmt Euch ein wenig die Zeit und genießt die folgenden Zeilen in vollen Zügen, denn wer weiß, ob Ihr jemals wieder frei entscheiden könnt, was Ihr lesen dürft oder auch nicht.

An dieser Stelle müssen wir leider eine kleine Einschränkung machen: Betroffen von diesen Zeilen liebe Kids, sind lediglich diejenigen unter Euch, welche Inhalte im Internet besuchen, die ausschließlich deutscher Herkunft sind und auf Servern liegen, welche sich im Lande befinden. Alle weiteren Angebote könnt Ihr weiterhin ganz frei besuchen. Solltet Ihr unterwegs dennoch auf ein virtuelles Stoppschild stoßen, so wisst Ihr ja bestens was zu tun ist, denn Eure Kenntnisse im Umgang mit dem Internet sind eh besser als die der meisten Erwachsenen.

Ich will Euch ja nicht beängstigen, nur meine Aussage, dass Ihr zu denjenigen gehört, die um die Möglichkeiten des Webs wisst, scheint von anderen nicht wirklich ernst genommen zu werden. Die anderen sind in diesem Fall unsere Politiker. Das sind Menschen, die nach Definition vom Volk frei und in geheimer Wahl bestimmt werden und entsprechend der Mehrheiten die Geschicke einer Nation – wohlgemerkt im Interesse des Volkes, wozu auch Ihr liebe Kinder und Jugendliche gehört – lenken. Solltet Ihr zum gegenwärtigen Zeitpunkt des Gesprächsgegenstandes noch nicht wahlberechtigt gewesen sein, dann wendet Euch bitte vertrauensvoll an Eure Erziehungsberechtigten.

Eine Aufgabe von manchen Politikern ist es, Euch vor den Gefahren der großen weiten Welt zu bewahren. Und dazu gehört eben auch das Internet, denn es ist ja in unserer realen Welt schon fast überall dabei. Einige der Damen und Herren aus der Politik nehmen ihre Aufgabe sehr ernst und haben daher schon im Jahr 2003 den Jugendmedienstaatsvertrag geschaffen. Dieser enthält Regeln für Anbieter von Medien – so wie wir es z. B. hier mit diesem Blog machen – um Euch liebe Kinder von entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten fern zu halten. Und obgleich wir in Deutschland zu den Ländern aller Demokratien gehören, welche am ehesten auf Euren Schutz bedacht sind, haben die eifrigen Damen und Herren jetzt noch mal an der Gesetzesschraube gedreht (oder besser: sie sind noch dabei).

Um Euch – rein informell – auf den Stand der Dinge zu bringen und Euch zu zeigen, wie Ihr Euch zukünftig gegen Webseitenbetreiber wehren könnt, deren Angebote Ihr zwar gerne besucht, Ihnen aber dennoch schon immer mal gegen das Schienbein treten wolltet, geben wir Euch hier mal ein paar der tollen Hinweise.

  • Jeder der Inhalte in Internet stellt, muss diese einer Alterseinstufung unterziehen (ab 0 Jahren, ab 6 Jahren, ab 12 Jahren, ab 16 Jahren, ab 18 Jahren). Bei dieser Einstufung ist zu prüfen, ob es sich dabei um Inhalte handelt die Euch in Eurer Entwicklung beeinträchtigen. Anschließend müssen die Beiträge gekennzeichnet werden, also so wie bei einem Videospiel, was Ihr zwar noch nicht haben dürft aber doch schon mal irgendwo bei einem Freund gespielt habt. Der Haken an der Sache ist, dass sich die Experten (und die eifrigen Politiker) noch darüber unterhalten müssen, wie das Ganze vonstattengehen soll. Da wäre noch etwas: Solltet Ihr auch Inhalte im Netz veröffentlichen, dann… na, Ihr wisst schon…
  • Wenn Ihr im Internet Angebote findet, die erst für die etwas Reiferen unter Euch – sagen wir mal ab 12 Jahren – geeignet scheinen, dann wird es jetzt so richtig spannend: Der Betreiber muss Euch entweder durch eine Altersverifikation davon abhalten in die Tiefen der Webseite einzudringen oder er schaltet sein Angebot zu bestimmten Uhrzeiten einfach ab. Es tut uns wirklich leid, aber da müsst Ihr Euch auf andere Server begeben. Naja, Auswahl besteht ja zu genüge…
  • Nehmen wir mal an, Ihr besucht eine Webseite von einem Rechner in Eurer Schule. Surfen während des Unterrichts ist zwar total uncool aber es kann ja mal vorkommen. Und nehmen wir weiter an, dass Ihr auf eine Webseite kommt, die zwar Eure Entwicklung gefährden könnte aber der Inhaltefilter auf dem Schulrechner hat das nicht registriert, weil die Seite nicht entsprechend gekennzeichnet bzw. mit einem entsprechenden Code versehen ist. Dann einfach die URL auf Euer Smartphone gejagt und dann könnt Ihr s. oben…
  • Toll ist auch folgendes: Ihr seht eine Webseite, in der Inhalte anderer Angebote eingefügt werden. Sagen wir mal von Twitter (wie hier: rechts oben) oder man kann einen Kommentar hinterlassen (ja, auch wie hier unter jedem Artikel) oder, oder, oder … Und das, was man dann zu lesen bekommt ist – ihr könnt es Euch schon denken – möglicherweise jugendgefährdend, dann wisst Ihr ja nun bestens, was Ihr zu tun habt.

Damit jedoch nicht genug. Ihr dürft Euch heute schon auf das neue „Jugendschutzprogramm“ freuen, dass für den Sommer 2011 in Aussicht gestellt worden ist. Da noch keiner von uns so recht weiß, wie es technisch aussehen wird und wie es dann mit den bestehenden Inhalten verknüpft werden kann, dürft Ihr in aller Ruhe davon ausgehen, dass es weitere Beschneidungen Eurer Informationslust mit sich bringen wird.

Wie Ihr seht liebe Kids, sind die eifrigen Politiker dabei, Euch sicher vor der Welt im Internet und dem Internet insgesamt zu schützen. Nebenbei bekommt Ihr wirkungsvolle Tools an die Hand, womit Ihr andere super ärgern könnt und das aller Beste daran ist, dass Ihr in gewohnter Weise auf Eure Inhalte zugreifen könnt, wie Ihr es schon immer getan habt – nur eben nicht mehr auf Servern, die in Deutschland stehen oder von Anbietern stammen, welche aus Eurem Heimatland sind.

Wenn Ihr noch weitere Informationen haben wollt, dann solltet Ihr ganz schnell vor dem 01. Januar diese Seiten hier besuchen:

Ganz liebe Grüße

DiePR>Indianer

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Mein Schwein pfeift – Eine PR>Indianer Buchempfehlung! http://www.pr-indianer.de/?p=889 http://www.pr-indianer.de/?p=889#comments Wed, 17 Nov 2010 22:45:54 +0000 Ludger Brenner http://www.pr-indianer.de/?p=889 Mein Schwein pfeift

Wer schon einmal einen der Nannen-Krimis zwischen den Fingern hatte, weiß wovon ich hier spreche: Ich durfte am gestrigen Abend Nannen Vier in Empfang nehmen. Und wie es eigentlich zu erwarten war, konnte ich “Mein Schwein pfeift” nicht mehr aus den Händen legen. Ich hätte es ja noch von den vorherigen Bänden in Erinnerung haben müssen.

Michael Bresser und Martin Springenberg ist es wieder einmal gelungen, eine kriminologische Realsatire über das Leben auf dem Lande, verbunden mit nie enden wollenden Sprachwitz und einer gesunden Portion Selbstironie zu verfassen, die einfach gesagt, pures Lesevergnügen bereitet.

Kurz zum Inhalt:Der Dülmener FC goes Charity: Zugunsten krebskranker Kinder veranstaltet der Dülmener FC ein Benefizspiel. Klar, dass dafür die gesamt Dülmener Dorfprominenz aktiviert wird. Auch Privatdetektiv Dieter Nannen, der sich aufgrund zahlreicher erfolgreicher Ermittlungen einen Namen gemacht hat, wird gebeten, die Fussballschuhe zu schnüren. Und irgendwie scheint Nannen Mordfälle wie magisch an sich zu ziehen. Nach Spielende bittet Star-Kicker Angelo Küppers Nannen um eine Unterredung und hat ihm eine wichtige Mitteilung zu machen. Doch um was geht, kann Küppers nicht mehr sagen: Er wird zuvor vor Nannens Augen erschossen.
Vereinschef und Seifenfabrikant Fritz Schlemmbach bittet Nannen, sofort mit den Ermittlungen zu starten. Wer wohl hinter dem Mord steckt? Etwa die russische Wett-Mafia? Oder aber Vereinschef Fritz Schlemmbach, in dessen Seifenfirma Einiges nicht zum Besten zu stehen scheint?

Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. :)

Auch in diesem Münsterlandkrimi geht es weniger um den Mord, um dessen Aufklärung sich Privatdetektiv Dieter Nannen mit selbstmörderischer Hingabe widmet als vielmehr um das vielschichtige Beziehungsgeflecht, der mit dem Fall in Verbindung stehenden Personen. In lebhafter und unglaublich witziger Sprache zeichnen die beiden Autoren ein Bild der Dülmener Dorfgemeinschaft, wie es ironischer kaum sein könnte. Lebhaft kann sich der Leser – geführt durch die plastische Sprache Bressers und Springenbergs – die dargestellten Erlebnisse vor Augen führen und mag sich manches Mal dabei ertappt fühlen, dass er den ein oder anderen Charakter selbst schonmal begegnet sein könnte (ganz gleich, ob auf dem Land oder in einer Stadt). Und immer wieder bekommt man das angenehme Gefühl vermittelt, dass das Leben nicht nur einem selbst mal vor Aufgaben stellt, die zunächst ungünstig erscheinen, um dann zu merken, dass genau diese im Kontext des Ganzen immer wieder einen Sinn ergeben.

Für kurzweilige Lesestunden, wann und wo auch immer, ist dieser Nannen-Krimi in jedem Fall zu empfehlen.

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Ohren spitzen auf Hanseatisch http://www.pr-indianer.de/?p=886 http://www.pr-indianer.de/?p=886#comments Wed, 03 Nov 2010 16:39:43 +0000 Ludger Brenner http://www.pr-indianer.de/?p=886 ABA - Audio Branding Academy

Schon am kommenden Wochenende, genauer am Freitag, den 05. November findet der zweite Audio Branding Congress statt. Unter dem Motto “Driven by Sound”, treffen sich in der Hansestadt Hamburg, in den Räumlichkeiten des “Dialog im Dunkeln” Marken- und Soundexperten, um sich über den aktuellen Stand der Dinge auszutauschen.

Ziel und Zweck des inzwischen international renommierten Congresses ist, das Bewusstsein für akustische Markenführung zu steigern und der insgesamt noch jungen Disziplin ein breiteres Podium zu verschaffen. Im Fokus der Diskussion steht in diesem Jahr die Frage, welches (Marken-) Sounderlebnis uns die Autos der Zukunft bieten werden. So wird u. a.  der Automobilhersteller Audi Einblicke in die Konzeption seines Corporate Sounds geben. Experten und Besucher aus aller Welt werden an diesem Tag in Hamburg zusammenkommen, um gemeinsam die Ohren zu spitzen.

Dass dieser Congress eine mehr als sinnvolle Einrichtung ist, durfte ich jüngst in einem Kundengespräch feststellen. In Zusammenhang mit der Umgestaltung seines Unternehmens, sind selbstredend verschiedene kommunikative Maßnahmen erdacht  und auch umgesetzt worden. Hierbei wurde eine größere Summe Geldes in die Hand genommen. Als in den ersten Gesprächen über das Volumen der Maßnahmen gesprochen wurde, schlug ich im Verlauf derselben vor, die neu zu installierende Marke mit den Mitteln der über das Gehör wahrnehmbaren Reize zu unterstützen – also akustische Markenführung.

Bei der Höhe der Gesamtinvestition wäre die Entwicklung eines geeigneten Marken- oder auch Soundlogos von eher bescheidenerer Größe gewesen. Weiterer Vorteil: Innerhalb des Marktsegmentes des Kunden, gab es nach entsprechenden Recherchen keinen Mitbewerber, der in den kommunikativen Mitteln bislang mit einem einprägsames Soundlogo agieren würde. Das Unternehmensportfolio bot sich geradezu für einen solchen Vorschlag an. Geeigneter Markenklang würde das Unternehmen weit über die umgesetzten Maßnahmen hinaus wirkungsvoll unterstützen.

Sie entnehmen es meinem Gebrauch des Konjunktives: Der Kunde lehnte ab, weil er sich der Wirkung von Sound im Verhältnis zu den visuellen Reizen nicht gewahr wurde. Keine Chance – No way! Was ich dann immer als so bedauerlich empfinde ist, dass man sich – obgleich die Mittel vorhanden sind – der Möglichkeiten verschließt.

Die Audio Branding Academy in Hamburg ist Ausrichter  des Congresses. Auf der Gästeliste stehen namhafte Persönlichkeiten wie Prof. Dr. Charles Spence von der Universität Oxford / Großbritannien, Markenklangexperte Alex Moulton oder auch Claus Fesel, Leiter Marketing Kommunikation DATEV eG.

Nur noch wenige Eintrittskarten sind aktuell erhältlich. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der ABA.

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Lebensfreude durch und mit Musik – Man achte auf die Zwischentöne http://www.pr-indianer.de/?p=872 http://www.pr-indianer.de/?p=872#comments Sun, 27 Jun 2010 22:26:31 +0000 Ludger Brenner http://www.pr-indianer.de/?p=872

Zwischentöne

Was kann Musik, gleich welcher Stilrichtung, mit dem Thema (persönliche) Lebensfreude oder auch einfach nur Glück gemein haben?

“Das ist eigentlich recht simpel”, werden Sie mir jetzt wahrscheinlich antworten. Und in der Tat fühlen wir uns einfach wohler, wenn wir Musik hören, die uns schlicht gefällt. Heute ist es so einfach geworden, seine Musik jederzeit und immer hören zu können. Diese kleinen mobilen Geräte machen es möglich. Kein Vergleich zu dem ersten Walkman, welchen man als Schüler stolz vorzeigte, der jedoch auf Grund einer gewissen Unhandlichkeit schnell wieder zu Hause blieb.
Wenn man sich das heutige Straßenbild betrachtet, sieht man sie immer häufiger – Menschen mit den kleinen Stöpseln im Ohr, welche mit einem kurzen Griff zu einem unscheinbaren MP3-Player fix eine Einstellung verändern oder einen anderen Titel ihrer Sammlung anwählen ohne das lästige Vor- oder Zurückspulen. Und ich gestehe, dass ich mir vor wenigen Wochen ebenso ein solches Gerät zugelegt habe.

Und dennoch – was vermag die Musik in uns auszulösen? Nehmen wir die Feinheiten eigentlich immer wahr, wenn wir uns beschallen lassen?

Jüngst kündigte mir ein guter Freund per Mail an, dass er ein Konzert bei Hannover besuchen wolle, in welcher die Bachsche Kantate “Ich habe genug” aufgeführt werden würde (BWV 82). Seine derzeitige Situation ist von diversen Grabenkämpfen geprägt und er ergänzte in seinem Schreiben, dass er sich in gewisser Weise auf eine vergleichbare Ruhe freue. Und auf den ersten Blick, verkörpert diese Komposition in gewisser Hinsicht eben auch dieses Sehnen nach einem friedlichen Dasein.
Sicher, diese Äußerung kam aus dem Moment heraus und er verband die vermeintliche textliche Aussage mit seiner aktuellen Situation. Nur mir kamen an dieser Stelle Bedenken.

Ausgehend  von der Frage, ob wir uns wirklich immer auf die Musik zur Gänze einlassen und was diese dann in Folge bewirken kann, ist in mir der Gedanke laut geworden, ob wir Musik “nur” noch verkonsumieren, ohne sie wirklich zu verstehen. Ich denke, dass es nicht von Belang ist, von welcher Epoche oder Stilrichtung wir reden.  Denn damals wie heute machen sich Künstler, Komponisten, DJs, Tonschöpfer etc. Gedanken über und um das, was sie kreieren. Nur, hören wir das auch? Nehmen wir es zur Gänze war?

Lassen Sie mich bei dem erwähnten Beispiel meines Freundes bleiben:
Johann Sebastian Bach verfügte nicht nur über eine äußerst klare Vorstellung, was die tonale Dichtkunst anging, sondern er verfolgte mit seinen Werken auch häufig Aussagen, welche in das persönliche weltliche Leben Eingang finden konnten. Und so verhält es sich auch mit dieser Kantate. Nicht die Sehnsucht nach der ewigen Ruhe wird angestrebt, sondern das Verlangen nach dem Leben. Eine Intention, die damals wie heute nichts an ihrer Aktualität verloren hat.

Bach komponierte die Kantate 1727 anlässlich des Kirchenfestes Mariä Lichtmess. Thematisch geht es um den alten Simeon, der Jesus als den Messias erkennt als dieser von seiner Mutter in den Tempel  gebracht wird. Nun weiß der betagte Mann, dass sein Warten ein Ende hat und seine Prophezeiungen wahr werden. Sein Leben ist erfüllt und er kann “mit Freuden sterben”. Um dies auszudrücken, greift Bach tief in die “Trickkiste”, der ihm zur Verfügung stehenden musikalischen stilistischen Mittel. So sind die ersten beiden Arien, von tragender Weite komponiert. Anfangs führt die Oboe einen unnachahmlichen Dialog mit der Solostimme. Es folgt ein Wiegenlied – die zweite Arie -, welche den Charakter des ersten Satzes unterstreicht. Und dann?

Dann geht es fröhlich, ja tänzerisch (3/4tel Takt) weiter. Die dritte Arie ist quasi der Höhepunkt der gesamten Kantate. Hier räumt Bach auf mit dem kirchlichen Klischee, alles sei dunkel, von abwartender Haltung oder gar fremdbestimmt. Er nutzt ganz direkt diese Arie, um zu vermitteln, dass  Hoffnungslosigkeit und Depression nicht gottgegeben sind. Dieser starke, ja extreme Kontrast dieser Arie zu den beiden Ersten ist es, was die Kantate “Ich habe genug” eigentlich ausmacht.

Und genau dies hat mein Freund aus dem Moment heraus außer Acht gelassen. Nicht, weil es ihm nicht aufgefallen wäre. Er konzentrierte sich jedoch, bestärkt durch seine Situation, auf die ersten beiden Arien und den Titel der Kantate – nicht auf das Gesamtwerk.

Man achte auf die Zwischentöne… Wir haben immer die Wahl, uns auf ein einziges Element oder auf mehrere zu fokussieren. Meist ergibt sich bei Betrachtung einer gesamten Szene oder eines ganzen (musikalischen) Stückes ein neues, ein anderes Bild – eine andere Stimmung.

Somit steht (für mich) fest,  dass der Meister des Barock keine Hoffnungslosigkeit, sondern vielmehr Freude und Optimismus verbreiten will. Und damit die Freude auf und an dem Leben – man achte eben auf die Zwischentöne.

Bach setzte mit Werken wie diesen ein Zeichen und den Hinweis, einmal genauer auf die Dinge des Lebens zu achten. Ebenso verhält es sich mit dem “:D-lol -Deutschlands erstem offiziellen Lebensfreudetag”.

Da haben sich Menschen zusammengesetzt und beabsichtigen einen Tag voller Freude, Spaß, guten Ideen und Lebenslust zu initiieren. Schon jetzt gibt es einen Blog, der auf das Ereignis hinweist und alle animieren möchte, sich im Vorfeld, an dem Event selbst und darüber hinaus aktiv einzubringen.

Ich freue mich auf den :D -lol im Frühahr 2011 in Berlin.

Abschließend noch die dritte Arie, der beschriebenen Kantate. Viel Spaß beim Hören – beim Erleben der Freude, der Veränderung der Sichweise.

Weitere Informationen zu Deutschlands erstem offiziellen Lebensfreudetag:

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Wenn die Indianer auf Löwen treffen… http://www.pr-indianer.de/?p=866 http://www.pr-indianer.de/?p=866#comments Mon, 31 May 2010 23:07:20 +0000 Ludger Brenner http://www.pr-indianer.de/?p=866

Da tanzt er mitten durch die Prärie – besser über die Landebahn der Flughafens Tempelhof in Berlin: Der – unser Löwe.

Gemeinhin ist die Raubkatze bekannt dafür, in der afrikanischen Savanne zu leben. Laut diverser Lehrbücher ist er ein Rudeltier. Und wenn so ein Löwe Hunger hat, tut man gut daran, ihm nicht zu begegnen.

Unser Löwe scheint in all diesen Punkten eine Ausnahmeerscheinung zu sein. Fröhlich lässt er Seifenblasen tanzen und läuft dabei ganz beschwingt das Rollfeld runter. Es macht den Eindruck, dass er uns auffordere, ihm zu folgen, wie es die Kinder in der Schlusssequenz auch machen. Die Musik lässt uns erahnen, dass dies gewiss nicht die letzte Begegnung gewesen ist. Ruhig und leicht ist die gesamte Atmosphäre.

Keine Frage: Dieser Löwe ist mehr als freundlich. Er möchte uns etwas zeigen.

Was die PR>Indianer mit dem Löwen zu tun haben und warum wir Freude daran hatten, uns näher auf ihn einzulassen, können Sie bald hier in diesem Blog lesen. Außerdem sollten Sie sich folgende Webadresse schon einmal notieren: www.d-lol.de

Weitere Informationen finden Sie auch bei unserer Kollegin Stephanie Ristig-Bresser und ihrem Kulissenblog.

Und wer es gar nicht erwarten kann, dem sei schon mal eine ganz besondere Facebook-Seite (früher: Fanseite) empfohlen: 1. offizieller Lebensfreudetag Deutschlands

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